Zu Dihexa wird viel diskutiert, selten mit Kontext. Hier stehen zuerst die Grundlagen in geordneter Reihenfolge, danach die praktischen Hinweise.
Geprüft am 2026-03-21. Was noch umstritten ist, wird als umstritten gekennzeichnet.
== Signalwege == Die Proteohormone werden wie andere Hormone nach ihrer Entstehung in das Blut abgesondert, wo sie ihren endokrinen Funktion nachkommen können. Somit sind sie extrazelluläre Signalmoleküle, d. h., es sind Moleküle, die außerhalb von Zellen vorkommen. Sie zirkulieren nach der Entstehung und Absonderung im Blut, sind aber nicht grundsätzlich aktiv. Proteohormone werden sogar im Blut verändert und damit reguliert. Die biologische Aktivität der Proteohormone hängt u. a. von einer Zucker-Komponente ab (auch Kohlenhydrat-Komponente genannt), die an das Eiweißgerüst angehängt ist. Aktive Hormone können nach Kontakt und Wechselwirkung (Interaktion) mit passenden zellulären Rezeptoren, die sich in Zellmembranen, im Cytosol oder dem Zellkern von Zellen befinden können, ihre Hormonwirkung entfalten, das Signal übermitteln und Aktionen in den Zellen auslösen. Die Hormon-Rezeptor-Bindung löst oft die Bildung eines Signalmoleküls in den Zellen aus. Einige der im Blut zirkulierenden Hormone werden auch wieder aus dem Blut entfernt. Dazu dient wieder die an das Eiweiß angehängte Zucker-Komponente. Wird Sialinsäure von diesem Zucker enzymatisch abgespaltet, kann sich das Proteohormon an die Rezeptoren von Leberzellen binden. Der Vorgang heißt Endozytose. Dadurch verschwindet das Hormon aus dem Blut.
Quellen: de.wikipedia.org
== Doping == Proteo- und Peptidhormone werden seit 1989 auch in Dopinglisten geführt. Speziell EPO (Blutdoping), hCG (Testosteronproduktion bei Männern), hGH (Wachstum) oder ACTH werden in den Listen geführt.
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==== Kurzkettige Peptide (Oligopeptide) ==== Oxytocin (Wehenhormon, Uteruskontraktion, 9 Aminosäuren) ADH (=Vasopressin; 9 Aminosäuren; Regulation des Wasserhaushalts) Bradykinin (9 Aminosäuren) Desmopressin (synthetisch, 9 Aminosäuren)
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==== Längerkettige Peptide ==== Gonadoliberin (10 Aminosäuren) (Dekapeptid) Insulin (A-Kette: 21 Aminosäuren, B-Kette: 30 Aminosäuren; Regulation des Blutzuckerspiegel) Glucagon (29 Aminosäuren) (Polypeptid) Gastrin (Big-Gastrin: 34 Aminosäuren, Gastrin I und II: 37 AS, Mini-Gastrin: 14 AS) Somatostatin (14 AS) Calcitonin (32 Aminosäuren) (Ca-Stoffwechsel: Ca2+ Spiegel-Senkung) Obestatin (Nahrungsregulation, appetithemmend; 23 Aminosäuren, Precursor 117 Aminosäuren) Parathormon (84 Aminosäuren) (Ca-Stoffwechsel: Ca2+ Spiegel-Hebung) ANF (33 Aminosäuren) Natriuretisches Peptid Ghrelin (28 Aminosäuren) (Nahrungsregulation, appetitsteigernd) HCG (Humanes Choriongonadotropin) (α-Untereinheit: 92 Aminosäuren, β-Untereinheit: 145 Aminosäuren)
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TRH Thyreoliberin (Releasing-Hormon) FSH Follitropin (Follikelstimulierendes Hormon) (Follikelwachstum, Spermienbildung) LH Luteotropin (Luteinisierendes Hormon) (α-Untereinheit: 92 Aminosäuren, β-Untereinheit: 118 Aminosäuren) ACTH Adrenocortikotropin (adrenocorticotropes Hormon) (39 Aminosäuren) MSH (Melanozytenstimulierendes Hormon) EPO (Erythropoietin) (165 Aminosäuren) Wachstumshormone:
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G-CSF (Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor, 174 Aminosäuren) IGF (Insulin-like growth factor, Insulinähnliche Wachstumsfaktoren) Somatotropin (=HGH=GH=STH) (191 Aminosäuren) Neuropeptide des Hypothalamus:
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== Literatur == Roche Lexikon Medizin. 4. Auflage. Der menschliche Körper. Bechtermünz Verlag, 1994 Lexikon der Biologie, wissenschaft-online Forschungsthemen Wirkungsmodifizierung von Peptidhormonen und Enzyme & Peptide – Synthese & Modellierung. Arbeitsgruppe Agnau; abgerufen am 2. Mai 2006 Christoph Winkler: Skript, Universität Würzburg, 2004
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Dihexa wird hier aus öffentlich zugänglicher Fachliteratur zusammengefasst: Definition, Einordnung und die Punkte, die in der Praxis wiederkehren. Angaben ohne Gewähr, keine medizinische Beratung.
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